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Yoga macht locker

Entspannungsübungen spielen im Yoga eine wichtige Rolle. Vorallem geht es darum, Spannungen im Körper zu lösen und auch solche im Geist. Durch Stress, Sorgen und auch dauernde intellektuelle Beschäftigung kommen die Gedanken schwer zur Ruhe. Manche Menschen leiden sogar unter Schlafstörungen und „können nicht abschalten“. Jeder kann das erlernen, loszulassen, Körperlich wie auch Gedankliches. Locker sein bedeutet beides, einen flexiblen Nacken, frei von Verspannungen und auch flexibel im Geist zu sein.

Yoga macht locker
Yoga macht locker
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Burnout – Berufsunfall oder Denkblockade?

Ein Mensch bewältigt plötzlich seinen Alltag nicht mehr. Obwohl das Wort Burnout so geläufig wie „Grippe“ ist, fragen sich die Leute, wie konnte das passieren oder haben Tipps parat. Wir sehen der Person oft nicht mal an, dass etwas nicht stimmt, geschweige denn erkennen die wahre Ursache. Beiträge über Stress-Reduktion und Yoga-Ratgeber gibts genug, mir gehts heute um die geistige Grundhaltung, die uns zum Burnout begleitet.

Brennt ein Mensch aus (out burning) dann schwelen meist mehrere Denk-Faktoren. Die Ursache ist nicht der aktuelle Job, ein Ereignis oder das ständige „Zuhoch-Drehen“ selbst.

Zuhochdrehen ist Wirkung nicht Ursache

Vielmehr konnte ich starre Gedanken und fehlende Reflektion als Ursachen beobachten:

Zeitabhängiges Denken
– mangelnde Aufmerksamkeit für das Jetzt
– Hängen an der Vergangenheit (damals war es viel besser)
– Starker Fokus auf die Zukunft, Zielstrebigkeit (wenn ich das tue, dann..)
– geistige Flucht/Ablenkung statt Durchleben und Analysieren eines Leids
– unzufrieden mit der aktuellen Situation (unabhängig von der Situation selbst)

Körperliche Abläufe
– Muskelverkrampfung (Anspannung – innere Haltung die sich im Körper spiegelt)
– Adrenalinüberschuss (Stress, Schreck, Sorgen, Ängste)
– Oberflächliche Atmung
– falsche Ernährung (Zucker und Adrenalin peitschen auf )
Aktivitäten-überladung (Freizeitstress, zu viel spannende ! Aktion)
– kleine Krankheiten als Pausen-Möglichkeit ignorieren
Mangelnde Bewegung (fehlender Adrenalinabbau)

Ego und Illusion
– Identifikation miteiner Aufgabe, Job etc. (ich bin Geschäftsführer)
– verhaftet sein mit Illusionen (Titel, Besitz)
– ständiges Glücklichsein als Ziel (alle sind gesund, erfolgreich)

Denkblockaden
– starres Festhalten an Ansichten, Meinungen, statt Lernen und Korrigieren
Gedankengewohnheiten (ich bin wichtig, ich der/die Arme, habe Recht usw.)
– feste Überzeugung, dass erst !) alle Aufgaben erledigt werden müssen
– „danach ruhe ich mich aus“
– Schuldzuweisung (andere für eigene Situation verantworlich machen)
– gierig nach Erfolg, Anerkennung (sich für Un-ersetzbar halten)

Im „normalen Alltag“ können solche Strukturen eine zeitlang funktionieren. Sie verhindern aber Flexibilität für sich verändernde Umstände. Yogis üben ein Leben lang, reale Situationen als gegeben zu erkennen und anzunehmen, veränderte alte abzugeben, dazuzulernen. Es ist wichtig, immer wieder ins Hier und Jetzt als Basis allen Lebens zurück zu kehren, festgefahrene Konstrukte prüfen und auflösen. In Meditation höre ich auf zu denken, kann Abstand gewinnen, verarbeiten, loslassen, auftanken und natürlich mein Denken korrigieren.

Ein flexibler Geist ist feuerfester.